blid.
die andere perspektive

Die Brandmauer ist gefallen: Das Feuer brennt lichterloh


von Laura Bergman

29. Januar 2025

Die Brandmauer, jahrzehntelang das Bollwerk gegen rechte Hetze, ist Geschichte. Stück für Stück wurde sie eingerissen, bis sie nun endgültig fiel. Friedrich Merz und die CDU haben die Tür geöffnet und draußen warten die Brandstifter der AfD schon mit brennenden Fackeln. Die Gefahr? Sie ist real. Und sie bedroht unsere Demokratie. Der Begriff "Brandmauer" stammt aus den 1990er Jahren. Damals war er das Symbol für Haltung: Keine Deals mit Rechtsextremen, keine Kompromisse mit der NPD oder anderen Spaltern. Doch was einmal Prinzip war, zählt jetzt nichts mehr. Wie in Max Frischs Theaterstück Biedermann und die Brandstifter glaubt die CDU, sie könne die Flammen kontrollieren. Aber wer Feuer ins Haus holt, riskiert den Einsturz. Im Stück lädt Biedermann die Brandstifter noch selbst ein, weil er denkt, bei ihm zünden sie nicht. Und genau das passiert jetzt: Die CDU stützt sich bei Asylpolitik-Anträgen auf die AfD aus Angst vor Wählerverlusten. Zum ersten Mal wurde ein Antrag mit den Stimmen der AfD angenommen. Doch wer einmal den Dammbruch zulässt, wird ihn nicht mehr stoppen können. Das Ende? Jeder, der Frisch gelesen hat, kennt es: ein Flammenmeer, das alles verschlingt. Wie lange wollen wir noch zusehen? Es geht hier nicht um Parteipolitik, sondern um unsere Demokratie. Wer jetzt schweigt, macht sich mitschuldig. Die Brandstifter sind da und sie spielen längst mit dem Feuer.